Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Wednesday, October 16, 2019

Mühlenarten

Mühlenarten 8

Sägemühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:08 geschrieben von
Die Sägemühle hat die Aufgabe Holz oder Stein zu zerschneiden. In einer Steinsäge trennt ein zahnloses Sägeblatt unter ständiger Zugabe von Sand und Wasser den Naturstein. Die häufigste Form der Sägemühle stellt die Holzschneidemühle dar. Über die Antriebswelle leitet man die Kraft des Wassers oder Windes auf ein Getriebe ähnlich der Mahlmühlen. Hier wurde die langsame Bewegung des Wasserrades oder des Flügelkreuzes auf die schnelle Bewegung der Arbeitsmaschinen (hier Sägegatter) hochtransformiert. Ein Riementrieb (Transmission) überträgt die Drehbewegung mit Hilfe eines Kurbelrades (Excenters) auf die Hubbewegung der eigentlichen Säge. Das Sägegatter enthält die Sägeblätter. Mit Hilfe der durch Kettenzüge angetriebenen Rollen vor und hinter dem Gatter wird der Vortrieb des Baumstammes geregelt. Durch das präzise ausrichten der Sägeblätter können somit Bretter, Bohlen, Balken aber auch Schindeln hergestellt werden. Mit Hilfe einer Saumsäge wird nun das geschnittene Holz von der Baumkante befreit. 

Windmühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:08 geschrieben von
Ursprünglich wurden Windmühlen als Kornmühlen zum Zerkleinern (Mahlen und Schroten) von Getreide, Schälen (Pelden) von Gerste (Graupen) und Reis verwendet. Besonders das Mahlen und Schälen war eine tägliche, kräftezehrende Arbeit auf dem Reibstein in Kleinmengen, die mit Hilfe der Windmühlen nun effektiver und kräfteschonender gestaltet werden konnte. Später wurde das Mahlen und Zerkleinern auf andere Stoffe ausgedehnt – es entstanden Öl-, Senf-, Gewürz-, Farb- (Zerkleinern und Mischen von Mineralien und Erde), Steinschrot-, Pulver-, Gips-, Kreide-, Schnupftabakmühlen, weiterhin Dreschmühlen, Häckselmühlen, Lohmühlen, in denen Eichenrinde zur Gerbsäuregewinnung für die Lederindustrie gestampft wurde. Hinzu kamen weitere werkstoffverarbeitende Anwendungen als Schleifmühlen, Säge- und Hammermühlen für Holz und Metall, seit dem 14. Jahrhundert Drehbankmühlen, später Bohrmühlen (Rohre), Drahtziehmühlen, Walz- und Schneidemühlen zur Blechverarbeitung. Im 16. Jahrhundert waren in Europa mehr als 40 mühlenbetriebene Fertigungsprozesse bekannt. Auch zur Bergwerksbelüftung wurden Mühlen herangezogen. In den küstennahen Gebieten der Niederlande kamen Windmühlen als Schöpf- und Pumpmühlen ab dem Jahre 1394 zur Entwässerung zum Einsatz und nutzten das lange bekannte Prinzip der Archimedischen Schraube. Damit wurde das Wasser aus den Poldern in mehreren Stufen über die Dämme gehoben und die eingedeichten Flächen entwässert. In Ost- und Nordfriesland fanden sie zur Trockenlegung („Trockenmahlen“) von Moorflächen Anwendung. Eine weitere Pumpanwendung war das Anheben von Sole zur Berieselung von Gradierwerken (Kuranwendung und Soleaufkonzentrierung für die Salzgewinnung) 

Papiermühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:07 geschrieben von
Vor der Erfindung des Holzschliffes wurden in Papiermühlen Lumpen für die Papierherstellung genutzt. Altpapier, welches im Kugelkocher eingeweicht wurde, konnte nun im sogenannten Holländer – eine mit Messern beschlagene hölzerne Walze – zerkleinert werden. Von hier kamen alle Verfahren (zerkleinerte Lumpen, Altpapier oder Holzschliff) in die Bütte. Stark mit Wasser verdünnt wurde das Papier „geschöpft“ und zunächst auf Handpressen – in moderneren Mühlen mit Papiermaschinen gepresst. Zuletzt trocknete man die fertigen Bögen auf dem luftdurchströmten Trockenboden 

Holzschleifmühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:07 geschrieben von
In den Holzschleifmühlen wird seit der Erfindung des Keller-Voelterschen Verfahrens um 1843/44 mit Hilfe der Wasserkraft Holz geschliffen. Friedrich Gottlob Keller schaute sich diese Prozedur von den Papierhäuser bauenden Insekten (z.B. Wespen) ab. Diese sehr hohe Antriebskräfte benötigende Verfahren verrichtete ein sogenannter Holzschleifer. Dieser besteht aus einem hölzernen – später eisernen Gehäuse in dem sich durch eine horizontale Welle angetriebener Schleifstein befindet. Die Holzscheite werden an den stirnseitig angebrachten Vorrichtungen gegen die Reibefläche des Schleifsteins gedrückt. Bei moderneren Holzschleifern geschah dies mit Hilfe von Ketten oder hydraulischen Zylindern. Der grobe Holzschliff wurde zunächst stark mit Wasser verdünnt, im Raffineur (Mahlgang) noch einmal zerkleinert dem Feinsortierer zugeleitet. In der Entwässerungsmaschine trocknete man nun die Faserfilze, so dass diese versandfertig waren. Außerdem wurden aus Holzschliff Schüsseln, Taubennistschalen u.ä. hergestellt 

Pochwerke

Donnerstag, 26 November 2015 08:06 geschrieben von
In Pochwerken wird mit Hilfe eines Stampfwerkes das aus den Erzgruben geförderte Gestein zerkleinert. Danach trennte man in den mit Hilfe von Kurbeln angetriebenen sogenannten Langstoßherden das taube Material vom erzhaltigen Gestein. Das geschieht durch die Schubbewegung der Langstoßherde, wobei durch die unterschiedlichen Gewichte der Materialen und der daraus resultierenden Trägheit eine Selektion erfolgte. 

Ölmühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:06 geschrieben von
Ähnlich der Maschinerie der Knochenmühlen werden in der Ölmühle zunächst die ölhaltigen Samen in einem Stampfwerk zerkleinert. Eine andere Möglichkeit der ersten Zerkleinerung bietet der sogenannte Kollergang. In einem Kollergang drehen sich zwei Mahlsteine hochkant durch eine Achse verbunden in einem Trog. Diese Maschinerie wird von einer senkrechten Welle von oben angetrieben. Im nächsten Schritt wird der gequetschte Samen in Tücher gepackt und in der sogenannten Keilpresse ausgepresst. Aus einer Öffnung am Boden kann nun das Öl gewonnen werden. 

Knochenmühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:05 geschrieben von

Im Stampfwerk der Knochenmühle wurden Knochen zur Herstellung von Düngemitteln zerkleinert. Die Drehbewegung des Wasserrades wird über Kammräder auf die Nockenwelle übertragen. Die Stampfen des hölzerne Stampfwerks werden durch die Nocken gehoben und fallen durch ihr Eigengewicht auf die zu zerkleinernden Knochen im Trog.


Mahlmühlen

Donnerstag, 26 November 2015 08:05 geschrieben von
In einer Mahlmühle wird neben Gewürzen, Farben und Erzen vor allem Getreide vermahlen. Als Mahlwerkzeuge dienen von alters her sogenannte Mahlgänge. Ein Mahlgang besteht aus zwei übereinanderliegenden Mahlsteinen. Der untere Stein (Bodenstein) steht fest, der obere Stein (Läufer) ruht auf einem Eisenkeil (Haue) und wird durch eine senkrechte Antriebswelle (Mühlspindel) angetrieben. Die Mahlsteine sind in einem Holzrahmen (Zarge) untergebracht. Das Mahlgut gelangt mittels einen Trichter über den von der Mühlspindel angetriebenen sogenannten Rüttelschuh durch das „Auge“ zwischen die Mahlsteine und wird so zerrieben – vermahlen. Dieser Vorgang musste mehrmals wiederholt werden. Zwischendurch wurde das zerkleinerte Korn mit Hilfe von Sieben in Schrot, Gries, Kleie und Mehl sortiert. Während das Mehl abgesackt (in Säcke gefüllt) wurde, musste das gröbere Mahlgut wiederum dem Mahlgang zugeteilt werden. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich in den Getreidevermahlung mehr und mehr der Walzenstuhl durch. Hier übernehmen eiserne Walzen, die sich mit unterschiedlichen Drehzahlen drehen und so das Mahlgut zerkleinern, die Arbeit des Mahlganges. Sogenannte Plansichter sortieren das gemahlene Getreide. Nur noch in wenigen Mühlen kann man noch die historische Sortierung mit Hilfe eines Beutelwerkes entdecken 

Sächsische Ansichten

photo4.jpg

Empfehlungen

Category Name

Lorem ipsum dolor elit sit amet, consectetuer adipiscing proin sed odio.

Connect To Us

Follow us on Twitter
Like us on Facebook
Join us on Google+
Subscribe RSS Feeds
Contact us 

 

Newsletter

Für unseren Newsletter tragen Sie bitte hier Ihre Mail-Adresse ein

Recent Twitter Posts

Flickr Photos

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Proin sed odio et ante adipiscing lobortis.