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Tuesday, December 10, 2019

Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Weißflog, Jens (*1964), deutscher Skispringer; dreifacher Olympiasieger, zweifacher Weltmeister und viermaliger Gewinner der Vierschanzentournee; der erfolgreichste Skispringer aller Zeiten. Der gelernte Elektroinstallateur aus Oberwiesenthal (Sachsen) trat erstmals 1982/83 bei der Vierschanzentournee in Erscheinung und wurde auf Anhieb Zweiter hinter dem Finnen Matti Nykänen. Im selben Jahr erreichte er seinen ersten von fünf DDR-Meistertiteln. In der folgenden Saison, die er mit einem Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung abschloss, gewann er die Vierschanzentournee mit drei Tagessiegen in Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen. Bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo holte er Gold auf der Normalschanze und Silber auf der Großschanze. 1984/85 folgten nach neuerlichem Sieg bei der Vierschanzentournee der WM-Titel in Seefeld auf der Normalschanze (Bronze im Mannschaftswettbewerb) sowie eine Silbermedaille bei der Skiflug-WM in Planica. Nach einem anhaltenden Formtief feierte Weißflog 1988/89 bei den Weltmeisterschaften in Lahti sein Comeback (Sieg auf der Normalschanze, Zweiter auf der Großschanze) und errang 1990/91 den dritten Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee sowie zwei Bronzemedaillen bei der WM in Fleimstal (Mannschaftswertung und Großschanze). Verletzungen und Schwierigkeiten bei der Umstellung auf den V-Stil warfen Weißflog zurück, und so konnte er sich bei den Spielen von Albertville 1992 nicht in den vorderen Rängen platzieren. 1994 bei den Olympischen Winterspielen im norwegischen Lillehammer gewann er Gold auf der Normalschanze und mit der Mannschaft sowie Silber auf der Großschanze. 1996 gelang es Jens Weißflog als erstem Athleten, die Vierschanzentournee zum viertenmal zu gewinnen. Im Juni 1996 beendete er nach einem Mattenspringen in seinem Heimatort Oberwiesenthal seine aktive Laufbahn 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Deutscher Gewichtheber; Olympiasieger, Weltmeister und Europameister im Schwergewicht. Weller wurde am 22. Juli 1969 in Oelsnitz (DDR) im Vogtland geboren. Seine Wettkampfkarriere begann bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1987, bei der er den Titel im Schwergewicht gewann. Bei den Olympischen Spielen in Seoul (Südkorea) 1988 startete er in der Klasse bis 110 Kilogramm (Zweites Schwergewicht) und erreichte die Bronzemedaille. Ein schwerer Verkehrsunfall 1989 schien das Ende seiner Laufbahn zu bedeuten, doch bereits 1991 schaffte er sein Comeback und wurde bei den Weltmeisterschaften in allen drei Disziplinen (Zweikampf, Stoßen, Reißen) Zweiter. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gelang ihm sein bislang größter Erfolg; Weller gewann die Goldmedaille in der Klasse bis 110 Kilogramm. Nach der Neueinteilung der Gewichtsklassen 1993 startete Weller im Schwergewicht (bis 108 Kilogramm) und holte bei den Weltmeisterschaften den Titel. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta holte er Silber in der Klasse über 108 Kilogramm. In dem dramatischen Wettkampf stellte er einen neuen Weltrekord auf und sah wie der sichere Sieger aus. Doch Andrej Schemerkin (Russland) konnte noch 2,5 Kilogramm zulegen und entriss Weller die sicher geglaubte Goldmedaille. Die Europameisterschaft 1998 in Riesa beendete er mit dem Titelgewinn im Reißen, im Stoßen und im Zweikampf. 1999 konnte er sich bei der WM in Athen nicht im Vorderfeld platzieren, bei der EM 2000 erreichte er Gold im Reißen sowie Silber im Zweikampf und im Stoßen. Es folgte die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Erich Leo Ludwig Uhmann wurde am 4. November 1881 in Chemnitz geboren und wuchs in der sächsischen Landeshauptstadt auf, in der er auch das Wettiner Gymnasium besuchte, das er 1902 mit der Reifeprüfung verließ. Schon während dieser Zeit hatte sich Erich Uhmann viel mit Botanik beschäftigt, sammelte seltene Pflanzen und befaßte sich bereits mit der Entomologie (Insektenkunde). 1907 trat Uhmann sein Probejahr als Lehrer in Chemnitz an und kam ein Jahr später an die Stollberger Realschule. Von 1923 bis 1943 war er Lehrer an der Oberschule in unserer Stadt, dann trat er in den Ruhestand. Neben der pädagogischen Tätigkeit ging Uhmann zielstrebig seinen vielseitigen naturwissenschaftlichen Interessen nach, unternahm ungezählte Wanderungen und Streifzüge durch die engere Heimat wie auch Reisen nach Österreich, Italien, Frankreich und in die Schweiz. Gemeinsam mit zwei Leipziger Freunden, die unermüdliche fanatische Sammler der Erdfauna der Kleinkäfer waren, machte er sich die Erforschung der boreoalpinen Käferfauna des Erzgebirges, der Eiszeitrelikte zur Forschungsaufgabe. 1926 erschien sein erster Beitrag zur Kenntnis der Hispinae, einer Unterfamilie der Blattkäfer, und auf Anraten von Dr. Walter Hörn, dem damaligen Direktor des Deutschen Entomologischen Instituts Berlin-Dahlem, begann er die Arbeiten des verstorbenen Julius Weise über die Hispinen fortzusetzen. Über 220 Arbeiten zeugen von der umfassenden Forschertätigkeit Erich Uhmanns, der als Stollberger Freizeitentomologe ein international anerkannter Spezialist der Käferforschung geworden war und schon zu Lebzeiten hinsichtlich der Hispinen, neben einem auf Hawaii lebenden Amerikaner, als einziger Experte auf der ganzen Welt galt. Selbst während des zweiten Weltkrieges erschienen seine Arbeiten im Ausland, so u.a. in Genua, Stockholm, Riga und London - alle in deutscher Sprache. Nach Kriegsende erschienen bis 1948 Arbeiten in Brüssel, Am sterdam und Rio de Janeiro. Der bescheidene Pädagoge führte einen umfangreichen Schrift wechsel mit Forschern, Museen und Instituten vieler Länder, und sorgfältig verpackt kamen im erzgebirgischen Stollberg Käfer an. So unter suchte er Käfer des brasilianischen Urwaldes, des Kongo-Urwaldes und der fernen Insel Mauritius. Anläßlich seines 80. Geburtstages wurde er am 13. November 1961 in Anerkennung seiner systematischen wissenschaftlichen Tätigkeit durch die Berliner Humboldt-Universität geehrt. Als Vertreter des Rektors dieser Universität überreichte Professor Dr. Erdmann eine Urkunde mit folgendem Wortlaut: "Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin verleiht unter dem Rektorat des Professors mit Lehrstuhl für angewandte Mathematik Dr. phil. Kurt Schröder und unter dem Dekanat des Professors mit Lehrstuhl für Mathematik Dr. phil. Heinrich Grell Herrn Erich Uhmann, Stollberg - Sachsen - in Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste um die Hispinen-Forschung, die in 205 wissenschaftlichen Beiträgen und den beiden Bänden Chrysomelidae 1957/58 ihren Niederschlag gefunden haben, den Grad eines Doktors der Natur wissenschaften ehrenhalber." Als Stollberger Käferdoktor ist er anerkannt und in die Geschichte der Stadt, in der er am 15. Januar 1968 verstarb, eingegangen. Er war ein Forscher von internationalem Rang, von dessen Forschungsergebnissen auch die Landwirtschaft zahlreicher Länder profitierte 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Philosoph, Mathematiker und Chemiker. Aufgrund seiner umfassenden Gelehrsamkeit war er einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit. Tschirnhaus ist Miterfinder des Meißner Porzellans. Tschirnhaus wurde am 10. April 1651 auf Schloss Kieslingswalde bei Görlitz geboren. Seit 1669 studierte er in Leiden Jura, Medizin, Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie, wobei ihn besonders René Descartes beeinflusste. 1673 kam er mit Baruch Spinoza in Kontakt, 1675 in Paris mit Gottfried Wilhelm Leibniz und Christiaan Huygens. Nach Reisen durch Europa kehrte Tschirnhaus 1679 wieder in seine Heimat zurück. Hier führte er bemerkenswerte mathematische Untersuchungen und physikalische Experimente durch, insbesondere mit großen Brennspiegeln. 1682 wurde er in Paris als erster Deutscher auf Empfehlung Colberts zum Mitglied der Académie des Sciences ernannt. Seit diesem Jahr war er auch Mitarbeiter der Acta Eruditorum. Seiner Ehe mit Eleonore von Lest entstammten fünf Kinder. Nach dem Tod seines Vaters 1684 übernahm Tschirnhaus die väterlichen Güter. Kanzler der Universität Halle zu werden, lehnte er ab. 1687 veröffentlichte Tschirnhaus sein philosophisches Hauptwerk Medicina mentis (1687), das er Ludwig XIV. widmete. Es ist eine auf physikalische Prinzipien beruhende Wissenschaftslehre, die von Hobbes beeinflusst ist und Leibniz bzw. Christian Wolff beeindruckte, mit dem er 1705 bekannt wurde. Als Grundlage allen wissenschaftlichen Verfahrens werden hier genaue Beobachtung und allgemein verständliche Formulierungen gefordert. Weil Tschirnhaus die Regeln des menschlichen Geistes (logisches Denken, deduktives Verfahren und mathematische Methoden) gegen die Schulmetaphysik seiner Zeit stellte, wurde ihm Atheismus vorgeworfen. Tschirnhaus rechtfertigte sich in Analogie zu Descartes: Die empirischen Wissenschaften beruhen auf der Physik, die eine göttliche Wissenschaft ist, da die Naturgesetze von Gott, der in der Welt wirkt, herrühren. Ähnlich formulierte er in anderen, zumeist auf Latein publizierten Werken. Bekannt wurde auch seine Gründliche Anleitung zu den nützlichen Wissenschaften (1700). Beim sächsischen Hof setzte Tschirnhaus die Errichtung von Glashütten durch. Auch beschäftigte er sich mit dem Abbau von Edelgestein sowie der Konstruktion und dem Schleifen der nach ihm benannten Brennlinsen. Bei seinen Versuchen mit Brennspiegeln und -linsen glückte ihm 1693 die Einschmelzung des ersten europäischen Porzellans, woran der Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen großes Interesse zeigte. Tschirnhaus starb am 11. Oktober 1708 in Dresden. Johann Friedrich Böttger, einer seiner Schüler, entwickelte später die fabrikmäßige Porzellanherstellung 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Deutscher Komponist, einer der wichtigsten Vertreter der deutschen musikalischen Hochromantik. Schumann wurde am 8. Juni 1810 im sächsischen Zwickau geboren und erhielt bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht. Trotz seiner musikalischen Neigungen begann er zunächst ein Jurastudium in Leipzig. Als Sohn eines Buchhändlers fühlte er sich früh von der Literatur angezogen, besonders von den Werken der Romantiker E. T. A. Hoffmann und Jean Paul. 1830 brach er sein Jurastudium ab, um sich ganz der Musik widmen zu können. Er nahm Klavierunterricht bei Friedrich Wieck, wurde aber durch eine Fingerverletzung gezwungen, von der angestrebten Laufbahn als Pianist abzusehen, und wandte sich in der Folge dem Komponieren und der Musikschriftstellerei zu. 1834 gründete er, im Bestreben die künstlerische Philisterei seiner Zeit zu bekämpfen, die Neue Zeitschrift für Musik, die er bis 1844 herausgab. Schumann heiratete 1840 die Pianistin Clara Josephine Wieck, die Tochter seines ehemaligen Lehrers. Unter ihrem Ehenamen Clara Schumann wurde sie die bedeutendste Interpretin seiner Klavierwerke. 1843 wurde Schumann in den Lehrkörper des neu gegründeten Leipziger Konservatoriums berufen, trat aber nach mehreren Intrigen gegen ihn von seinem Posten zurück. 1850 wurde er zum städtischen Musikdirektor in Düsseldorf ernannt, doch ein psychisches Leiden zwang ihn, das Amt 1854 niederzulegen. Im selben Jahr unternahm Schumann einen Selbstmordversuch und wurde daraufhin in eine Nervenklinik bei Bonn eingewiesen, wo er am 29. Juli 1856 starb. Schumann, der in seinen Anfangsjahren fast ausschließlich Klavierwerke komponierte, legte seine musikalischen Positionen in der Neuen Zeitschrift für Musik den beiden imaginären Figuren Florestan und Eusebius in den Mund, mit deren Pseudonymen er seine Rezensionen und Essays zeichnete, und die er in Form musikalischer Porträts in der Klaviersuite Carnaval (1834/35) verewigte. Ab 1840 begann Schumann mit der Komposition von Liedern, die allgemein als seine großartigsten Werke und Höhepunkte dieser Gattung angesehen werden. In diesem Jahr schrieb er insgesamt 138 Lieder, darunter den Liederkreis op. 39 (nach Texten von Joseph von Eichendorff), Myrthen (mit Texten verschiedener Dichter), Frauenliebe und -leben (nach Texten von Adelbert von Chamisso) und Dichterliebe (nach Texten von Heinrich Heine). Darin gelang es ihm besonders, psychologische Nuancen herauszuarbeiten, indem er der Klavierbegleitung den gleichen Raum gab wie der Singstimme, um die Stimmungen eines Gedichts auszudrücken. Schumanns Klavierwerke sind häufig Vertonungen literarischer Themen und Formen. Mit wenigen Ausnahmen, wie der Fantasie C-Dur (1836) und den Études Symphoniques (1854), bestehen seine ausgereiftesten Klavierwerke aus Zyklen kurzer Stücke, in denen eine lyrische Idee in einem beschränkten Rahmen entwickelt wird. Neben dem Carnaval gehören dazu die Papillons (1829-1831), die Kinderszenen (1838), die Kreisleriana (1838) und das Album für die Jugend (1848). In seinen größer angelegten Werken gelang Schumann selten jene Einheit der Darstellung, die seine Lieder und Klavierstücke auszeichnet. Dies trifft vor allem auf die 1. Sinfonie (1841) zu. Schumanns Kammermusikwerke hingegen zählen zu den bedeutendsten Kompositionen dieses Genres im 19. Jahrhundert, vor allem das Klavierquintett (1842), das Klavierquartett (1842) und die drei Streichquartette. Als eines der bedeutendsten Werke innerhalb dieser Gattung gilt auch das Klavierkonzert a-Moll (1841-1845). Schumann schrieb neben Liedern, Kammer- und Klaviermusik, vier Sinfonien, das Oratorium Das Paradies und die Peri (1843) und die wenig erfolgreiche Oper Genoveva (1847/48) 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Schubert, Gotthilf Heinrich (1780-1860), Naturwissenschaftler, Arzt und Philosoph. Seine Seelenlehre (Die Symbolik des Traumes, 1814 und Die Geschichte der Seele, 1830) wirkte durch ihre Auseinandersetzung mit dem Unbewussten auf die Literatur der deutschen Romantik, namentlich auf Heinrich von Kleist und E. T. A. Hoffmann. Schubert wurde am 26. April 1780 im sächsischen Hohenstein (heute Hohenstein-Ernstthal) geboren und war von 1809 bis 1816 als Schuldirektor in Nürnberg tätig. 1819 wurde er auf den Lehrstuhl für Naturgeschichte der Universität Erlangen berufen. 1827 folgte er einem Ruf an die Universität München. 1853 wurde der Philosoph geadelt. Er starb am 1. Juli 1860 in Laufzorn. Während seiner Münchner Lehrtätigkeit entwickelte Schubert eine natur- und geschichtsphilosophische Theorie, in deren Zentrum die Idee eines universal-harmonischen Weltganzen steht (Die Geschichte der Natur, 3 Bde., 1835-1837). Sein Denken steht deutlich unter dem Einfluss der Philosophie vor allem Friedrich Wilhelm Schellings, aber auch Franz von Baaders, die zur gleichen Zeit wie Schubert in München lehrten 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Röstel, Gunda (*1962), Politikerin, Parteivorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen (seit 1996). Gunda Röstel wurde am 13. Januar 1962 im sächsischen Hohenstein-Ernstthal geboren. Sie studierte Sonderpädagogik in Rostock und war anschließend ab 1985 an der Sonderschule in Flöha (Sachsen) tätig, seit der politischen Wende in der DDR 1990 als Direktorin. 1989 begründete sie das Neue Forum in Flöha mit, wurde 1990 in den Kreistag gewählt, dem sie bis 1994 angehörte, und engagierte sich ab 1992 im sächsischen Landesvorstand von Bündnis 90, in dem das Neue Forum aufgegangen war und das Ende 1992/Anfang 1993 mit den westdeutschen Grünen zu Bündnis 90/Die Grünen fusionierte. 1993 wurde sie Landessprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen, stellte ihren Führungsposten nach der verlorenen Landtagswahl in Sachsen 1994 wieder zur Verfügung, kehrte aber 1996 als Beisitzerin in den Vorstand zurück. Auf Empfehlung ihrer Parteifreunde aus den neuen Bundesländern wurde Gunda Röstel im Dezember 1996 zur Sprecherin des Bundesvorstands (d. h. Parteivorsitzenden) gewählt, als gleichberechtigte Amtskollegin von Jürgen Trittin im Bundesvorstand. Nach dem Wahlerfolg von Bündnis 90/Die Grünen und SPD bei den Bundestagswahlen im September 1998 war sie wesentlich an der Ausarbeitung des rot-grünen Koalitionsvertrages beteiligt. Im Dezember 1998 wurde Gunda Röstel als Repräsentantin des „realpolitischen” Flügels von der Bundesdelegiertenkonferenz in ihrem Sprecheramt bestätigt; als neue Kollegin wurde ihr Antje Radcke vom „linken” Flügel beigestellt. Vor dem Hintergrund der parteiinternen Auseinandersetzung um eine Reform der Parteistruktur, insbesondere auch die Aufhebung der strikten Trennung von Amt und Mandat, erklärte Gunda Röstel im März 2000 ihren Verzicht auf eine weitere Kandidatur für das Sprecheramt oder ein sonstiges Vorstandsamt. Mit ihrem Verzicht wollte sie, die eine Aufhebung der Trennung von Amt und Mandat nachdrücklich befürwortete, nach eigener Aussage einen inhaltlichen und personellen Neuanfang der Partei erleichtern. Zu ihrem Nachfolger in einem der beiden Sprecherämter wählte der Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen im Juni 2000 Fritz Kuhn 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Jugendschriftstellers Georg Bötticher in Wurzen (Sachsen) geboren. Nach vorzeitigem Schulabbruch führte er ein unstetes Wanderleben: So verdingte er sich zunächst als Schiffsjunge und Matrose, Erfahrungen, die er später in Was ein Schiffsjungen-Tagebuch erzählt (1911) verarbeitete. Danach absolvierte er in Hamburg eine Kaufmannslehre, ging nach England (wo er als Hausmeister arbeitete), wurde Lehrling in einer Dachpappenfabrik und war schließlich in einem Münchner Reisebüro angestellt. 1909 wurde Ringelnatz „Hausdichter” des prominenten Münchner Künstlerlokals Simplicissimus, wo er seine grotesk-hintersinnigen Verse vortrug und Frank Wedekind, Erich Mühsam und andere Schwabinger Literaten kennen lernte. Durch sie ermuntert, folgten Veröffentlichungen diverser Gedichtbände (Die Schnupftabakdose. Stumpfsinn in Versen und Bildern von Hans Bötticher und Richard Seewald, 1912) und Erzählsammlungen (Ein jeder lebt’s. Novellen von Hans Bötticher, 1913). Seinen Lebensunterhalt verdiente sich Ringelnatz als Bibliothekar und Fremdenführer. Während des 1. Weltkrieges war Ringelnatz bei der Marine. 1920 kam er als Autor und Schauspieler zu Hans von Wolzogens Berliner Kleinkunstbühne „Schall und Rauch”. Ein Jahr zuvor hatte er sich den Beinamen Ringelnatz (Seemannsausdruck für Seepferdchen) zugelegt. Seine in Bänkelsang- und Moritatenton vorgetragenen, grotesk-satirischen, teils frivolen Gedichte (Turngedichte, 1920) machten ihn auch auf Gastspielreisen bekannt und brachten ihm die Anerkennung etwa von Alfred Polgar, Hermann Hesse, Ernst Rowohlt, Kurt Wolff, Alfred Flechtheim oder Asta Nielsen. Vor allem die dezidiert autobiographische und bald legendäre Figur des Seemanns Kuddel Daddeldu (Kuddel Daddeldu oder Das schlüpfrige Leid, 1920; erweitert 1923) wurde zu seinem Alter Ego. Vor allem hier zeigte er sich als zwischen Tiefsinn und Unsinn schwankendes Künstleroriginal. In seiner umfangreichen Korrespondenz allerdings treten auch verzweifelt-pessimistische Wesenszüge ans Licht, die seinen permanenten Existenzkampf widerspiegeln. Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 durfte Ringelnatz nicht mehr auftreten. Verarmt erlag er am 17. November 1934 einem Lungenleiden. Autobiographisches enthalten die Bände Gustav Hester. Als Mariner im Kriege (1928) und Mein Leben bis zum Kriege (1931). 
Publiziert in Persönlichkeiten geschrieben von November 27 2015
Unter den zahlreichen Spezialisten, die der Bergbau nach Annaberg lockte, war 1523 auchAdam Ries. In Staffelstein (Franken) geboren, kam er über Erfurt nach Annaberg. Zu diesem Zeitpunkt war er schon ein bekannter Rechenmeister. Während seiner Erfurter Zeit hatte er begonnen, Rechenbücher zu publizieren. Für sein Werk , "Rechnung auff der Linien vnd federn" sind bereits 120 Auflagen nachgewiesen. Im Annaberger Raum bekleidete er mehrere Ämter, so auch u.a. als Gegenschreiber. Seine eigentliche Bedeutung erlangte er durch sein Wirken für die allgemeine Verbreitung der Rechenkunst. Im jetzigen Adam-Ries-Museum richtete er eine Rechenschule ein. Damit half er wesentlich, ,,dem gemeynen man", die Rechenkunst zu erschließen. An das Wirken dieser bekannten Persönlichkeit erinnert eine Büste des Bildhauers Robert Henze, die sich an der Trinitatiskirche befindet. Die Originalhandschrift der Coß von Adam Ries, ein Meisterwerk der Algebra, wird im Erzgebirgsmuseum aufbewahrt. Die Qualität seiner Rechenbücher machten ihn weit über seinen Tod ( 1559 ) hinaus im ganzen Land bekannt 
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Sächsische Ansichten

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